„Zahnfleischlifting“ geschieht mit Hilfe der Pinhole Surgical Technique. Das ist ein Verfahren, welches der amerikanische Zahnarzt Dr. John Chao aus Los Angeles entwickelt hat und patentieren ließ. Weltweit haben sich mittlerweile zahllose Patientinnen und Patienten einer erfolgreichen Zahnfleischverjüngung unterzogen. Für Sie als Patienten ist ein solcher Eingriff mit vielen Fragen verbunden. Einige davon wollen wir hier vorab gerne klären – ohne jedoch eine persönliche Beratung vorweg zu nehmen.

Die Begriffe

  • Zahnfleischlifting, Zahnfleischverjüngung, Pinhole Surgical Technique – wofür stehen diese Begriffe?
    Die Worte „Zahnfleischlifting“ oder auch „Zahnfleischverjüngung“ beschreiben umgangssprachlich und damit leicht verständlich die gesamte Maßnahme: Den Wiederaufbau zurückgegangenen Zahnfleisches. Bislang musste, um Zahnfleisch wieder aufzubauen, Gewebe aus anderen Bereichen des Mundraums entnommen werden. Dies war u.A. ein langwieriger und schmerzhafter Prozess. Nunmehr gibt es eine Technik, mit deren Hilfe das Zahnfleisch in die passende Position gebracht und dort mit Kollagenmembranen unterfüttert wird, ohne Eigenes Gewege transplantieren zu müssen. Weil der Operateur dabei über ein kleines Loch im Zahnfleisch arbeitet (englisch: pinhole) nennt sich die von Dr. John Chao entwickelte Anwendung auch die Pinhole Surgical Technique. Der Begriff der Zahnfleischverjüngung hat sich geprägt, weil in vielen Fällen das Zahnfleisch nach der Operation und ca. sechsmonatigen Einheilphase einen vitalen, festeren Eindruck macht.

Vor dem Zahnfleischlifting: Checkup

  • Wie kann ich herausfinden, ob ich für ein Zahnfleischlifting geeignet bin?
    Natürlich können Sie uns, wenn Sie weit entfernt wohnen, gerne Röntgenbilder und einen Statusbericht Ihres Zahnarztes zukommen lassen. Allerdings kann dies nicht die Erstberatung hier vor Ort ersetzen. Ein Zahnfleischlifting ist eine höchst individuelle Maßnahme. Ob wir, das Team der Praxis Bärenklau, ein Zahnfleischlifting bei Ihnen durchführen können, hängt von vielen Faktoren ab. So müssen, um nur ein Beispiel zu nennen, entzündliche Prozesse an Zahnfleisch und Zähnen zuvor vollständig ausgeheilt sein, um eine gute Aussicht auf Erfolg zu haben.
  • Wie viel Zeit muss ich für alles einplanen?
    Die Dauer der Voruntersuchung hängt von Ihrem jeweiligen Zahn-(fleisch) Status ab. Ebenso dauert das Zahnfleischlifting natürlich umso länger, je mehr Zahnfleisch wieder aufgebaut werden muss. In der Regel sind pro Kiefer ca. 60 Minuten anzusetzen. Die erste Heilphase, in der eine minimalst mögliche Belastung des Zahnfleisches erfolgen sollte, dauert sechs Wochen. In dieser Zeit muss sich der Patient an die post-operativen Verhaltensregeln halten. In den folgenden drei Monaten sollte weiterhin umsichtig mit dem Gewebe verfahren werden. Erst nach einem halben Jahr ist alles vollständig ausgeheilt und nach einem Jahr mit einem bleibenden Resultat zu rechnen.
  • Ist es ratsam, vor der Maßnahme Urlaub einzureichen?
    Zwar wird beim Zahnfleischlifting minimalinvasiv vorgegangen. Das heißt, es wird ohne Skalpell und in der Regel ohne Nähte gearbeitet. Damit halten sich meist auch die Schmerzen in überschaubaren Grenzen. Dennoch ist eine Zahnfleischlifting-OP keine Bagatelle. Wenn Sie es sich erlauben können, sollten Sie also nicht sofort wieder „unter Volldampf“ arbeiten müssen. Ein paar Tage Erholung sind womöglich ratsam, je nachdem, wie Ihr Körper im Allgemeinen auf Operationen reagiert und natürlich abhängig davon, wie umfangreich Ihr persönlicher Eingriff wird.
  • Brauche ich eine Überweisung meines Zahnarztes?
    Alle hierfür notwendigen Informationen und ein entsprechendes, optionales Formular finden Sie hier
  • Wie hoch werden die Kosten eines Zahnfleischliftings sein?
    Die Kosten hängen davon ab, ob beispielsweise nur ein einzelner Zahn betroffen ist, mehrere Zähne oder gar beide Kiefer. Den dafür notwendigen Aufwand für das bestmögliche Resultat wird Ihnen der Operateur mitteilen. Selbst wenn nur drei Zähne betroffen sind, kann es unter Umständen notwendig sein, den gesamten Kiefer zu behandeln um ein einheitliches Ergebnis zu erzielen. Eine weitere Frage ist auch: Wie weit ist das Zahnfleisch schon zurückgegangen? Wie bei jeder anderen Operation auch lassen sich die Kosten also erst ermitteln, nachdem der Operateur den Befund erhoben und den Therapieplan erstellt hat. Hierfür ist eine Vor-Ort-Beratung in unseren Praxisräumen erforderlich.
  • Zahlt die Kasse ein solches Zahnfleischlifting?
    Die gesetzlichen Kassen haben die Zahnfleischbehandlung leider nicht in ihrem Leistungskatalog. Welche privaten Kassen in welchen Umfang erstatten, kann erst mit Einreichung eines individuellen Heil- und Kostenplans geklärt werden. In der Regel sind die Kosten unabhängig von der Leistung durch Erstattungsstellen selbst zu tragen.

 

Das Zahnfleischlifting

  • Muss ich für ein Zahnfleischlifting ins Krankenhaus?
    Nein. Wir führen die PST hier bei uns in den Praxisräumen der Zahnarztpraxis Bärenklau in München durch.
  • Wie läuft das Zahnfleischlifting ab?
    Der Eingriff findet unter örtlicher Betäubung statt. Nach Eröffnung eines kleinen Zugangslochs, wird das Zahnfleisch mit speziellen Instrumenten mobilisiert und anschließend in eine neue Position gebracht. Zum Schluss wird das Zahnfleisch mit speziellen Kollagenmembranen an der gewünschten Position gefestigt.
  • Und die Heilung?
    Schon nach einem Tag ist das Zugangsloch (Pinhole) gewöhnlicher Weise verschlossen. Nach ca. sechs Wochen ist das verschobene Zahnfleisch an seiner neuen Position gefestigt. Im Hinblick auf die endgültige Belastbarkeit erhalten Sie Auskunft bei den jeweiligen Nachsorgeterminen. Dabei wird der Heilverlauf überprüft und getestet. Schon vor dem Eingriff erhalten Sie ein umfangreiches post-OP Merkblatt mit allen Instruktionen an die Hand. Dieses finden Sie vorab hier.
  • Kennt die Methode Grenzen?
    Wie nahezu alle medizinischen Eingriffe ist auch ein Zahnfleischlifting an bestimmte medizinische Voraussetzungen und post-operatives Verhalten seitens des Patienten gebunden. So sollte, um nur eines von vielen Beispielen zu nennen, eine gesunde Kieferknochenbasis vorhanden sein. Limitierende Faktoren sind beispielsweise auch eine falsche Zahnputztechnik, aktives Knirschen oder Pressen der Zähne oder aber Rauchen, was den Heilprozess negativ beeinflussen kann. Das Team der Praxis Bärenklau investiert große Sorgfalt in eine erste Expertise. Wesentlich für den Erfolg eines Zahnfleischliftings mit der Pinhole Surgical Technique sind fundierte Vorbereitung und Durchführung. Danach hat es der Patient in der Hand, mit der gebotenen Vorsicht und Umsicht bei der Einheilung den Verlauf günstig zu beeinflussen. Dies ist auch beruflich stark eingebundenen Patienten möglich, wenn der Eingriff mit Bedacht geplant ist. Gerne helfen wir Ihnen dabei.